Was mit Degus im Urlaub machen?
Die chilenischen Strauchratten Degus werden bei Tierfreunden immer beliebter. Die possierlichen Nager sind größer als Hamster und zierlicher als Ratten. Sie werden bei guter Haltung vier bis sechs Jahre alt. Unter Aufsicht können sie frei in der Wohnung umherlaufen. Für die Haltung genügt ein ausreichend großer Käfig mit Klettermöglichkeiten auf mehreren Etagen, Sandbad und einem Laufteller sowie Flüssigkeit, Einstreu und Nahrung.
Degus sind liebenswürdige Tiere, die sich auch gut miteinander verstehen, solange nicht mehrere Männchen und ein Weibchen oder Tiere in den Flegeljahren zusammenleben müssen. Degus sind schlau. Sie lassen sich sogar dressieren und sind sehr lernfähig. Es spricht also nichts gegen die Haltung eines Degus in einer entsprechenden Wohnung mit Erlaubnis des Vermieters. Was aber tun, wenn der Besitzer einmal in den Urlaub geht in ein Ferienhaus?
Pflege bei Freunden oder Tierheim
Es bieten sich zwei Möglichkeiten an. Entweder man gibt den Degus zur Pflege zu Freunden oder überlässt ihn zur Pflege einem Tierheim. In jedem Fall aber gilt, sich frühzeitig um die Unterbringung des Degus zu kümmern. Bei Freunden muss sichergestellt sein, dass sie verantwortungsvoll und tierlieb sind. Außerdem sollte der komplette Käfig zur Pflege gegeben werden und im Voraus ausreichend Nahrung und Einstreu angeschafft werden, um die Freunde zu entlasten und ihnen eigene Ausgaben zu ersparen.
Es gibt aber auch Degusurlaubsbetreuer. Eine entsprechen Liste findet sich auf der Website der Degus-Freunde im Internet. Hier kann vorher angefragt werden. Außerdem finden sich natürlich Tipps für die Degus-Pflege. Eine andere Möglichkeit der Unterbringung ist das örtliche Tierheim. Auch hier sollte rechtzeitig angefragt werden, ob Kapazitäten zur Pflege des Degus vorhanden sind und welche Kosten entstehen. In der Regel muss der Besitzer für Futter, Pflege und Käfighaltung aufkommen. Eventuell kann sich eine Mitgliedschaft im Förderverein günstig auf die Kosten auswirken.
Vorsicht bei kranken Tieren
Wichtig ist in jedem Fall, das Männchen kastriert sind und das alle Tiere gesund sind. Wenn nicht, vorher noch einmal zum Tierarzt gehen. Kranke Tiere bedürfen einer besonders sorgfältigen Pflege. Deshalb ist es nötig, sie vor überflüssigem Stress zu bewahren. Dies kann in einem Tierheim mitunter schwierig sein. Auch Zoo-Geschäfte bieten manchmal eine Pflegschaft für den Urlaub an. Dies ist wahrscheinlich die kostspieligste Variante. Auch hier sollte gewährleistet sein, dass weibliche Tiere nicht schwanger werden und nicht mehrere männliche Tiere mit einem weiblichen Tier zusammenleben.
Bild: panthermedia.net Jeffrey Van Daele
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29. Dezember 2011